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Wenn es wieder Zeit ist für das Thema " Das richtiges
wintertaugliche einmotten des Moppet " , haben alle erfahrene Biker
ihre eigene Theorien. Manch Einer wird sogar Philosophisch oder gibt ernsthafte
Ratschläge, die er aus der ägyptischen Mumifizierungskunst entnommen hat,
z.B. Moppet ganz einwickeln mit Öl getränkten Leinentücher. Aber
sind wir doch ehrlich, die meisten von uns knallen ihre Dicke einfach mal in die
Garage und denken: "Heute bin ich knapp dran, werde mein Moppet morgen
für die Wintersaison herrichten. Na dann, gute Nacht."
So wird die Valkyrie nie die folgenden für sie wichtigen
Überwinterungsmassnahmen erhalten.
1. Führe die notwendigen
Reparaturen oder Reifenwechsel, im Herbst durch. Viele Händler haben in der Nachsaison mehr Zeit als im Frühling und so kannst Du nach der Winterpause
sofort gleich wieder fahren. Also prüfe auch die Profiltiefe der Reifen, ob die Reifenlaufflächen
beschädigt sind (Risse, abgerissenes Gummi usw.). Und
führe einen Motor-, Getriebe- und eventuell (bei Kardangetriebe)
Hinterradölwechsel lieber vor dem Winter durch.
2. Fahre an deiner letzten
Ausfahrt des Jahres mindestens 20Km weit und beim Rückweg an die nächste
Tankstelle deines Wohnortes. Tanke den Tank randvoll und erhöhe den Reifendruck
um ca. 0,5bar über dem vorgeschriebenen Wert. Ob
der Tank des Moppet voll oder leer sein soll, ist abhängig von dessen
Material. Die Blechtanks gehören randvoll gefüllt, damit sie keinen Rost
ansetzen. Wer will darf den Tank ausbauen, entleeren und mit einer
Öl-Kraftstoff Mischung ausschwenken. Gut auslüften lassen! Kunststofftanks
überwintern besser im leeren Zustand.
3. Motorrad gründlich
reinigen. Also bei verschiedenen unserer Mitglieder bedeutet dies ziemlich viel
Chrom entfernen um auch in die hintersten Ritzen
des Motors zu kommen. Der Staub bzw. Dreck sitzt meistens unter dem Chrom.
4. Motorradbatterien sind
empfindlicher als Autobatterien und gehören in der Winterpause ausgebaut und
frostsicher an eine gut belüftete Ort gelagert.
Nur Biker die zwischen durch ihre Maschine auch im Winter hervorholen können
die Batterie eingebaut lassen. Doch wöchentliche Kontrolle des
destilliertem Wasser und ggf. Benützung eines Batterien- Ladegerätes
lässt sie länger Leben.
5. Die Zündwilligkeit des Kraftstoffresten
im Vergaser sink im laufe der Zeit, so dass Rückstände einzelne Düsen
verstopfen können. Das bedeutet, dass der Kraftstoff aus der Schwimmerkammer
des Vergasers abgelassen werden müsste. Dazu gibt es oft eine Ablassschraube,
sonst musst Du den Schwimmerdeckel abnehmen.
6. Wenn ihr schon so gut im
Schuss seit, könnt ihr noch den Luftfiltereinsatz ausbauen, reinigen und wieder
einbauen.
7. Wer noch zusätzlich der
Liebsten in der Garage etwas gutes antun will, kann den Motor innen mit einem
im Fachhandel erhältlichen Konservierungsöl behandeln. Ihr müsst dazu
die jeweilige Zündkerze herausschrauben und das Konservierungsöl in das
Kerzengewindeloch auf den Zylinderkopf spritzen. Mit ein oder zwei Motorenumdrehungen wird das Konservierungsmittel verteilt. Man könnte auch
normales Motoröl verwenden. Wichtig ist es danach die Kerzen wieder
einzuschrauben um zu verhindern das Staub usw. zutritt hat.
8. Nun folgt die gründliche
Schmierung aller Beweglichen Teile wie Seilzüge, Bremshebeln usw. Für die
meisten Komponenten ist Universalsprühöl geeignet, es tut aber auch eine
alte Spritze und Nähmaschineöl.
9. Wer will darf
nun die Dicke abdecken, allerdings ist es mehr oder weniger überflüssig,
schadet aber auch nicht. Doch bei allfällige Plastikplanen muss hin und wieder
gelüftet werden um Kondenswasserbildung zu verhindern. Empfehlenswert ist
es auch den Auspuff mit einem Fetzen Stoff zu verschliessen um ebenfalls
Kondenswasser und damit Innenrost zu vermeiden.
10. Am besten steht die
Maschine den Winter durch aufgebockt , also einfach auf dem Hauptständer. Noch
besser steht sie auf einem Reparaturbock der das Gewicht der Valk gut trägt.
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